Zum Jahresende hat die führende amerikanische Organisation auf diesem Gebiet einen Ausblick gewagt. Das Fazit: Der Trend zu Eingriffen ohne Skalpell wird sich fortsetzen, Erneuerungen von Brustimplantaten werden altersbedingt und Korrekturen des Pos aufgrund sich aktuell wandelnder Schönheitsideale zahlenmäßig zunehmen.

Injektionen boomen: Die American Society for Aesthetic Plastic Surgery (ASAPS) fragte führende Spezialisten auf dem Gebiet der ästhetischen Chirurgie überall in den USA und kam zu dem Schluss, dass der Trend zu korrigierenden Eingriffen ohne Skalpell (Stichwort Botox und Filler) weiter zunehmen wird – ebenso übrigens wie körperformende chirurgische Eingriffe nach Operationen zur Gewichtsreduktion.

Diese führen durch den angestrebten raschen Gewichtsverlust zu Faltenbildung und dem Entstehen überschüssiger Hautlappen, die chirurgisch korrigiert werden können. Da der Bevölkerung die gesundheitlichen Konsequenzen einer Fettleibigkeit immer mehr bewusst würden und stark übergewichtige Menschen sich immer häufiger entsprechend behandeln ließen, sei auch mit einer Zunahme solcher Nachfolgeeingriffe zu rechnen, meinten die befragten Experten.

Die Frauen aus den geburtenstarken Jahrgängen, die sich in der Vergangenheit die Brüste vergrößern ließen, kämen jetzt langsam in die Jahre, so die ASAPS – ebenso wie ihre Brustimplantate. Hier sehen die amerikanischen Schönheitschirurgen für die nahe Zukunft deshalb eine Zunahme von Nachfolgeoperationen und Implantaterneuerungen voraus.

Der Po im Fokus: Einen richtiggehenden Trend erwartet die ASAPS auf dem Gebiet formender Eingriffe am Gesäß vor allem bei Frauen. Vorbilder seien hier Prominente wie beispielsweise die Sängerinnen Beyonce und Jennifer Lopez, die eine etwas üppigere Rückseite nicht nur salonfähig, sondern sogar zu einem Schönheitsideal gemacht hätten.

Des Weiteren sehen die von der ASAPS Befragten Innovationen auf dem Gebiet minimal invasiver Verfahren voraus, da auch hier die Nachfrage steigt. Außerdem wird damit gerechnet, dass Patienten im Allgemeinen sich mehr damit beschäftigen, ob neue Produkte oder Verfahren, über die in den Medien berichtet wird, tatsächlich gut und sicher sind.

Diesem Bild des informierten und kritischen Patienten allerdings widerspricht die Befürchtung der Befragten, dass immer noch viele bei kosmetischen Eingriffen sparen wollen, unwahrscheinliche Billigstangebote annehmen und sich in fragwürdige Hände begeben – wovor die Spezialisten ausdrücklich warnen.

Quelle: ASAPS