Chirurgisches
Needling

Als eine Konsequenz der steigenden Nachfrage nach weniger invasiven und hocheffektiven Maßnahmen zur Verjüngung der Haut wurde durch den südafrikanischen Arzt Dr. Des Fernandez ein neues und inzwischen gut etabliertes Verfahren entwickelt. Das chirurgische Needling.

WIRKUNGSWEISE

Lichtgeschädigte Haut, abnormale Pigmentierung, verstärkte Gefäßzeichnung, grobes Hautrelief, Falten und erschlaffte Haut sind Folgen der Alterung der Haut. Durch bisher etablierte Verfahren wie Peelings oder Laserbehandlungen, die die oberflächlichen Hautschichten abtragen, wird die Haut für Lichtschäden sensibilisiert und Hyperpigmentierungen können die Folge sein.
Anders beim chirurgischen Needling. Hierbei wird durch zahlreiche kleine Nadelstiche die Oberfläche der Haut intakt gelassen. Die Haut verliert nicht ihren Schutz. Durch die mikroskopisch kleinen Verletzungen wird das Gewebe angeregt, sich im Zuge der Abheilung zu regenerieren. Da dieses Verfahren die oberflächlichen Hautschichten intakt lässt, kann die hierdurch hervorgerufene Vermehrung von Kollagen ungestört an Gesicht, Körper und allen Hauttypen ohne die Befürchtung der Verletzung von ästhetischen Einheiten und besonders wichtig, ohne den Patienten der Gefahr einer Hyperpigmentierung auszusetzen, vorgenommen werden.

ABLAUF DER BEHANDLUNG

Die zu behandelnden Hautareale sollten 4- 6 Wochen mit einer dem Hauttyp angepassten Konzentration an Vitamin A- und Vitamin C- haltigen Creme vorbehandelt werden. Anschließend kann, je nach Ausdehnung des zu behandelnden Areals, in örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose das chirurgische Needling durchgeführt werden. Durch diese Behandlung und die zahlreichen Nadelstichverletzungen wird intraoperativ eine Blutung der Haut hervorgerufen. Diese kommt unmittelbar während der Operation zum Stillstand. In der Folge wird sich aber eine Wundsekretion in den behandelten Hautarealen entwickeln. Diese wird mit speziellen Hautreinigungslösungen kontinuierlich entfernt. Gleichzeitig kann die Fortführung der Behandlung mit Vitamin A- und Vitamin C- Cremes beginnen. Ein stationärer Aufenthalt ist für diese Behandlung nicht erforderlich. Ebenso ist eine Schmerzausschaltung nach der Behandlung in den allermeisten Fällen nicht erforderlich. Eine übliche Begleiterscheinung ist die Schwellung des behandelten Hautareals, welche im Gesicht stärker als in anderen Körperarealen sein kann. Auch die Wundsekretion ist im Gesicht stärker als an anderen Körperredionen ausgeprägt. Die Schwellung nimmt ab dem zweiten postoperativen Tag ab, bis am vierten oder fünften Tag nach der Operation eine milde Hautrötung zurückbleibt. Die Gesellschaftsfähigkeit ist überlicherweise nach Operationen im Gesicht am siebten Tag wiederhergestellt.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Fortführung der Vitamin A- und Vitamin C- Behandlung, da diese die Freisetzung von Wachstumsfaktoren, die die Stimulation der Collagenproduktion in der Haut bedingen, begünstigen.

VORTEILE UND NACHTEILE

Der Hauptvorteil der perkutanen Kollageninduktion (chirurgisches Needling) liegt darin, dass die Haut durch diese Behandlung keine offene Wunde davonträgt und die Wundheilungsphase dadurch kurz gehalten werden kann. Auch ist die Gefahr einer Lichtsensibilisierung oder einer postentzündlichen Hyperpigmentierung oder Hypopigmentierung der Haut nicht gegeben. Als Nachteil kann die nicht unerhebliche Schwellung und Entwicklung von Hämatomen in den behandelten Arealen angesehen werden. Diese sind jedoch vorübergehend. Das Endresultat der Behandlung wird nach etwa drei Monaten sichtbar, da die Collagenneubildung etwa drei Monate in Anspruch nehmen wird.

GRENZEN DER BEHANDLUNG
UND MÖGLICHE KOMPLIKATIONEN

Der Erfolg der Behandlung wird eingeschränkt durch eine nicht ausreichende Vorbehandlung mit Vitamin A bei manchen Patienten, aktive Hautprozesse (Bsp. aktive Akneerkrankung) oder durch unrealistische Erwartungen einiger Patienten. In einigen Fällen ist eine zweite oder auch dritte Behandlung durch die Patienten wünschenswert, um das Ergebnis noch weiter zu verbessern.
Als Nebenerscheinungen können Herpes simplexinfektionen nach einer kompletten Gesichts- Needlingbehandlung auftreten. Diese Infektion sind selten und lassen sich gut durch virusstatische Präparate wie z.B. mit Aciclovir behandeln. Bei einigen Patienten wurde eine Schwellung und die Bildung von blauen Flecken auch nach 7 und 10 Tagen beobachtet. Keiner der bisher behandelten Patienten berichtete über Narbenbildungen, Hypopigmentierung oder Hyperpigmentierung oder eine Photosensibilisierung nach der Behandlung.

PERSÖNLICHE BERATUNG

Für detaillierte und individuelle Auskünfte stehen wir Ihnen im persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung. Hierbei haben wir vor allem auch Gelegenheit, Ihre genauen Veränderungswünsche kennen zu lernen. Denn nur wenn wir wissen, welche Erwartungen Sie mit einem Korrektureingriff verbinden, können wir Ihnen das für Sie am besten geeignete Verfahren darlegen. Wir sind für Sie da. Zögern Sie nicht uns anzusprechen.

Merken