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Das aktuelle Ranking der häufigsten Behandlungen in der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie

Im Rahmen der 45. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) in Berlin hat die Fachgesellschaft die Ergebnisse ihrer zehnten bundesweiten Patientenbefragung vorgestellt. Präsident der DGÄPC Dr. Torsten Kantelhardt und Tagungspräsident Dr. Olaf Kauder präsentierten die DGÄPC-Statistik 2017 und diskutierten die Befragungsergebnisse. Mehr als 3.400 Patientinnen und Patientinnen in Kliniken und Praxen der DGÄPC-Mitglieder nahmen an der anonymen Befragung teil, die sich über insgesamt zehn Monate erstreckte. Das Ergebnis liefert interessante Einblicke in das Fachgebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.

Aktuelles Ranking der DGÄPG ergibt

  • deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern
  • starke Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr

DGÄPC-Statistik zeigt: Männeranteil bei Patienten steigt weiter

Der Männeranteil bei den Patienten liegt laut der aktuellen DGÄPC-Patientenbefragung mit 17,5 Prozent so hoch wie nie. Tagungspräsident Herr Dr. Kauder erklärt, dass die gesellschaftliche Akzeptanz für Männer, die sich mit ihrem Äußeren auseinandersetzen, deutlich zugenommen habe. Dementsprechend steige die Bereitschaft von Männern, sich einer ästhetischen Behandlung zu unterziehen – im vergangenen Jahr war der Männeranteil noch rückläufig. Ob es sich hier um eine Trendwende handelt, werden erst die kommenden Befragungen zeigen. Jedoch steht fest, dass die besonderen Wünsche und Bedürfnisse männlicher Patienten einen festen Platz in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie haben.

Diese Behandlungsmethoden der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie werden am häufigsten gewählt

Seit dem Beginn der Erhebungen durch die DGÄPC liegen Augenlidkorrektur, Fettabsaugung und Brustvergrößerung mit Implantaten an der Spitze der Beliebtheitsskala. Nur nichtchirurgische Faltenbehandlungen erfreuen sich noch größerer Popularität.

Einen Rückgang stellt die DGÄPC im Hinblick auf die Brustvergrößerung dar – bisher die beliebteste ästhetisch-plastische Operation in Deutschland. Mit nur noch 8,4 Prozent (im Vergleich zu 15,7 Prozent im vergangenen Jahr) wurde diese Behandlungsmethode im Verhältnis zu anderen deutlich seltener gewählt. Die absolute Zahl der Brustvergrößerungen ist jedoch leicht angestiegen, wie eine Befragung von Implantatherstellern durch die DGÄPC ergeben hat.

Brustvergrößerung bei Frauen weniger gefragt – Augenlidkorrektur auf Platz 1 des DGÄPC-Rankings

Der relative Rückgang der Beliebtheit von Brustvergrößerungen im Vergleich zu anderen Eingriffen bei weiblichen Patienten bestätigt den Trend, der bereits im Zusammenhang mit einer gewachsenen Bedeutung von Faltenbehandlungen zu beobachten ist. Herr Dr. Kauder fasst zusammen: „Bei Frauen rückt das Gesicht stärker in den Fokus.“ Frauen wählen in diesem Jahr, wie es bei männlichen Patienten schon in den Vorjahren der Fall war, als häufigsten operativen Eingriff nun ebenfalls die Augenlidkorrektur.

Augenlidstraffung und Oberkörperbehandlung bei Männern beliebt

Bei männlichen Patienten steht die Augenlidkorrektur schon seit 2014 an der Spitze der beliebtesten Eingriffe. Die Zahl der Patienten ist heute so hoch wie noch nie: Gut jeder fünfte Mann (insgesamt 21 Prozent) ließ eine Korrektur z. B. von Schlupflidern oder Tränensäcken vornehmen. Fettabsaugungen bei Männern sind mit 12,2 Prozent ebenfalls beliebt, genauso wie die Behandlung der sogenannten Männerbrust (11,5 Prozent). Auf den nächsten Plätzen der Beliebtheitsskala folgen Nasenkorrekturen (8,0 Prozent) und Bauchdeckenstraffungen (7,0 Prozent).

Die Zahlen im Überblick: OP-Ranking der gefragtesten Eingriffe laut DGÄPC-Patientenbefragung

Augenlidkorrekturen14,1 Prozent
Fettabsaugungen9,9 Prozent
Brustvergrößerung mit Implantaten8,4 Prozent

DGÄPC-Statistik belegt: nichtinvasive Behandlungsmethoden sind weiterhin beliebt

Die ersten Plätze der beliebtesten Eingriffe im Bereich der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie belegen klassische Injektionstherapien zur Faltenbehandlungen. Fast jede dritte Behandlung in Deutschland ist heute nichtoperativ. Die sogenannte sanfte Behandlung wird meist dann gewählt, wenn ein umfangreicher Eingriff nicht als notwendig oder als sinnvoll erachtet wird.

Nichtinvasive oder minimalinvasive Behandlungen laut DGÄPC-Statistik

Behandlung mit Botulinumtoxin16,4 Prozent
Behandlung mit Füllmaterialien15,4 Prozent
Faltenunterspritzung mit Eigenfett3,7 Prozent

Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie hat auch in diesem Jahr einige Sonderthemen für die DGÄPC-Statistik gewählt. Dabei standen die Erwartungen der Patientinnen und Patienten in Bezug auf den angebotenen Service im Vordergrund. Somit liefert die Patientenbefragung umfassende Fakten zu den aktuellen Entwicklungen der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.