Invasive vs. nicht-invasive Plastisch-Ästhetische Chirurgie

45. Jahrestagung der DGÄPC
13. Oktober 2017
Was Sie über das Älterwerden wirklich wissen müssen
22. Dezember 2017
Show all

Wenn Sie bei einer Behandlung ohne Operation das gleiche Ergebnis erhalten würden wie bei einem operativen Eingriff: Welche Methode würden Sie wählen? Es würde wohl jeder die Behandlung wünschen, die am wenigsten invasiv ist. Viele Menschen schrecken vor Operationen zurück. Der Wunsch zu nicht-invasiven Behandlungsmethoden in der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie steigt immer weiter.

Laut einer Erhebung der American Society of Plastic Surgeons (ASPS) aus dem Jahr 2016 sind invasive Techniken in der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie in den USA um sechs Prozent zurückgegangen. Wenig überraschend: Nicht-invasive oder minimal-invasive Techniken wurden zwischen den Jahren 2000 und 2016 um 180 Prozent häufiger gewählt. Die TOP Drei der nicht-invasiven Techniken sind laut ASPS:

  • Botulinumtoxin A
  • Füller
  • Peelings

Botulinumtoxin A

Botulinumtoxin A, bekannt etwa unter den Namen Botox® oder Vistabel® ist eine Substanz, die Nervensignale in den Muskeln blockiert. Der behandelte Muskel ist nur noch leicht oder gar nicht mehr beweglich. So können unerwünschte Mimikfalten schnell und diskret vermindert werden. Botox hat viele Anwendungsgebiete wie die Entfernung von Krähenfüßen, Stirnfalten und Fältchen am Hals.

Füller

Dermale Füller helfen dabei, feine Linien und Fältchen zu reduzieren und dem Gesicht Fülle und Plastizität zu verleihen. Die meisten Füller, wie beispielsweise Juvéderm®, wirken durch die Erhöhung der Hyaluronsäureanteile in der Haut, wodurch Feuchtigkeit aus dem Körper in das Gewebe gezogen wird. So entsteht der auffüllende Effekt. Dermale Füller helfen dabei, Alterungserscheinungen wie dünne Lippen, herabhängende Mundwinkel, Längsfalten am Hals oder Gesichtsfalten zu vermindern. Auch eingesunkene Wangen oder flache Wangenknochen erhalten durch eine Faltenunterspritzung mit Füllern mehr Volumen.

Chemische Peelings

Bei chemischen Peelings wird die Haut mithilfe einer Lösung gepeelt, damit sie ihre feine Textur zurückerhält. Die äußeren Hautschichten werden behutsam abgetragen. Ein chemisches Peeling kann eine wirkungsvolle Hilfe gegen Akne oder Aknenarben sein, aber auch gegen feine Linien und Falten, Pigmentflecken oder von der Sonne geschädigte Haut wirken. Eine weitere Verbesserung dieser Methode stellt das Chirurgische Needling dar.

Was haben diese drei am häufigsten gewählten nicht-invasiven Techniken gemeinsam? Sie eignen sich hervorragend, um Alterungserscheinungen beseitigen, mit keiner von ihnen wird jedoch dasselbe Ergebnis erzielt wie bei einem Facelift. Das ständige Ziel der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie ist es, Methoden zu finden, die immer weniger invasiv sind. Jedoch sind einige Veränderungswünsche nach wie vor nur durch eine Operation zu erfüllen. Dazu gehören auch Eingriffe wie Brustvergrößerung, Fettabsaugung oder eine Nasenkorrektur. Letztlich kommt es also auf Ihre Wünsche an, ob sich eine invasive oder nicht-invasive Behandlungsmethode am besten eignet.

Denken Sie über einen operativen Eingriff nach, machen Sie sich auf die Suche nach einem renommierten Facharzt, der über entsprechende Qualifikationen und langjährige Erfahrung auf dem jeweiligen Gebiet besitzt. Es geht um Ihre Sicherheit. Ihre Wünsche sollten Sie mit dem behandelnden Plastischen Chirurgen ausführlich besprechen. Gemeinsam werden Sie entscheiden, welche Behandlung am besten zu dem gewünschten Ergebnis führen kann.

Quelle: http://mdsource.com/invasive-vs-non-invasive-surgery