Facelift oder Faltenunterspritzung?
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Kennen Sie den Unterschied zwischen Füllern, Botox und Unterspritzung mit Eigenfett? Viele wissen nicht, worum es sich bei diesen Behandlungsmöglichkeiten der Plastischen Chirurgie im Einzelnen handelt. Von der Wahl der richtigen Behandlungsmethode bzw. des richtigen Präparats hängt das Ergebnis jedoch entscheidend mit ab. Aber auch die Dosierung und das „Gewusst wo“ ist ausschlaggebend: Werden Füller falsch oder übermäßig eingesetzt, kann dies das Ergebnis des Eingriffs, ein natürliches Aussehen, konterkarieren. Lesen Sie hier mehr zu den Präparaten zur Faltenbehandlung, die der modernen Plastischen Chirurgie zur Verfügung stehen.

Was Sie über Füller wissen sollten

Füller, wie sie bei einer Faltenunterspritzung eingesetzt werden, können dabei helfen, feine Fältchen und Falten im Gesicht zu vermindern und verlorengegangenes Volumen wieder auszugleichen. Die meisten Füller, wie beispielsweise das Präparat Juvéderm®, wirken, indem sie den Gehalt an Hyaluronsäure im Gewebe erhöhen. Es wird mehr Feuchtigkeit in die behandelten Partien gezogen, was den auffüllenden Effekt unterstützt. Füller zur Faltenunterspritzung im Gesicht sind gut geeignet, um weitere frühe Zeichen der Hautalterung  zu bekämpfen. Zu diesen Anzeichen des Alterns, die sich im Gesicht zeigen, gehören:

  • Dünne Lippen
  • Falten im Gesicht
  • Schatten
  • Unebenheiten der Wangen

Füller geben dort Volumen zurück, wo es im Gesicht fehlt. Ist das Gewebe zusätzlich stark erschlafft, sind Füller allein oft nicht mehr die richtige Wahl. Eine andere Form des Eingriffs, wie etwa ein Facelift, sind hier eher angebracht. Lassen Sie sich in jedem Fall ausführlich von Ihrem Plastischen Chirurgen beraten.

Einer der häufigsten Fehler beim Einsatz von Füllern ist ein „Zuviel des Guten“. Wenn sie in zu starkem Maße eingesetzt werden, führt das zu einem unnatürlich wirkenden Ergebnis. Das Ziel jedes Eingriffs in der modernen Plastischen Chirurgie ist, Ihre natürliche individuelle Schönheit des Gesichts  wieder zu finden und zu unterstreichen. Sowohl die Auswahl des Präparats als auch die zu behandelnden Partien sollte sehr genau abgewogen werden. Wenden Sie sich also an einen Arzt, dem Sie absolut vertrauen können und dessen Erfahrung und Qualifikation nachweislich vorhanden sind. Tipps zur Auswahl eines Plastischen Chirurgen lesen Sie in unserem Beitrag zum Thema. Kommen Sie niemals in Versuchung, sich Füller injizieren zu lassen, wenn die behandelnde Person nicht über die entsprechenden Fachkenntnisse und Berufserfahrung verfügt. Warnzeichen für den falschen Arzt sollten Sie nicht ignorieren.

Der Füller, der zur Faltenunterspritzung meist verwendet wird, ist Hyaluronsäure. Der Einsatz von Hyaluronsäure ist zum einen sehr sicher und zum anderen ist die Wirkung nicht irreversibel. Eine andere Form von Füllern sind Volumenstimulatoren. Die Präparate, wie z. B. Radiesse®, werden in tiefere Hautschichten injiziert und regen dort die Produktion von Kollagen an. So erhält das Gesicht nach und nach mehr Volumen. Eingesetzt werden Volumenstimulatoren und Füller bei als störend empfundenen Merkmalen:

  • Eingesunkene Wangen
  • Abgeflachte Schläfen
  • Schwindendes Volumen am Kinn
  • Gesichtskontur um den Kiefer

Faltenunterspritzung mit Botox®

Neuromodulatoren wie Botox®, Vistabel® oder Azzalure® mit dem enthaltenen Wirkstoff Botulinumtoxin werden in der Plastischen Chirurgie unter anderem zur Glättung von Gesichtsfalten erfolgreich eingesetzt. Indem bestimmte Muskeln im Gesicht in Ihrer Bewegung eingeschränkt oder ruhiggestellt werden, können störende Fältchen im Gesicht nicht nur weniger sichtbar gemacht werden: Die Entstehung von neuen Falten kann sogar vermindert werden. Botox® findet im Rahmen ästhetischer Behandlungen Anwendung bei unterschiedlichen Formen von Falten im Gesicht, darunter die sogenannten:

  • Krähenfüße
  • Sorgenfalten
  • Zornesfalten
  • Falten am Hals

Die Wirkung von Botox® oder Vistabel® hält nicht unbegrenzt an. Eine erneute Behandlung nach etwa sechs Monaten ist gängig. Wichtig ist es, dass Patienten verstehen, dass Botox® nicht dazu geeignet ist, verlorenes Volumen wieder aufzufüllen oder für mehr Fülle und Spannkraft der Haut zu sorgen. Diese Wirkung erreichen Sie nur mit anderen Methoden. Weitere Informationen zur Botoxbehandlung in Berlin in der Praxis von Herrn Dr. Kauder finden Sie auf unserer Webseite.

Faltenunterspritzung mit Eigenfett

Eigenfett hat als Behandlungsmethode gegen Falten eine sehr wichtige Rolle eingenommen. Als natürliches Material stellt es den optimalen Füller zur Gesichtsverjüngung dar. Das Fett wird an Stellen entnommen, in denen zu viel davon vorhanden ist:

  • Hüften (sogenannte Rettungsringe)
  • Unterer Rücken
  • Hüften
  • Bauch

Nach der Fettabsaugung wird das Fett gereinigt und dort injiziert, wo das Gesicht mehr Volumen benötigt. Rund 50 bis 60 Prozent des Fetts verbleiben im Körper an Stelle, wo es eingebracht wird, der Rest wird im Rahmen natürlicher Abbauprozesse abgebaut.

Der Nachteil von Eigenfett liegt in der weniger guten Vorhersagbarkeitdes erzielten Ergebnisses und die Reaktion auf Gewichtszu- und abnahmen.

So kann es bei Gewichtszunahmen zu unerwünschten Volumenvermehrung an den behandelten Stellen komen.

Füller: Unterschiede und Wissenswertes – fünf Fakten, die Sie kennen sollten

  1. Füller werden verwendet, um verlorenes Volumen wiederherzustellen – sie füllen und bei gezielter Anwendung können sie sogar einen geringen Liftingeffekt erzielen.
  2. Präparate zur Faltenbehandlung wie Hyaluronsäure sind recht sicher und reversibel. Dennoch sollte nicht zu viel davon eingesetzt werden. Es sind Fremdkörper.
  3. Botox® und verwandte Neuromodulatoren lassen Falten im Gesicht weniger sichtbar erscheinen und wirken für einige Monate.
  4. Eigenfett ist als körpereigene Substanz vielleicht eines der besten und natürlichsten Füllmaterialien überhaupt. Der Einsatz ist jedoch aufwändiger und muss in einem geeigneten OP durchgeführt werden.
  5. Vertrauen Sie Ihr Gesicht nicht jedem an. Nur ein qualifizierter, zertifizierter Arzt mit Erfahrung im jeweiligen Gebiet sollte in die engere Auswahl fallen. Achten Sie auf Mitgliedschaft in Fachgesellschaften und verlangen Sie Nachweise für die medizinische Aus- und Weiterbildung. Ein renommierter Arzt wird Sie individuell ausführlich beraten und Ihnen dabei helfen, das richtige Präparat bzw. die richtige Methode zur Faltenbehandlung im Gesicht auszuwählen. Den Unterschied zwischen Füllern wie Hyaluronsäure, Botox® und Eigenfett bzw. die Wirkungsweise der Präparate zur Faltenbehandlung wird Ihnen Ihr Plastischer Chirurg gerne erläutern.

Quelle: http://mdsource.com/types-soft-tissue-fillers